Bonusregelungen für Gewerkschaftsmitglieder sind ein tarifpolitischer Irrweg. Sie verringern die Akzeptanz von Tarifverträgen und schwächen sowohl die Tarifbindung als auch die Sozialpartnerschaft. Es ist nicht Aufgabe der Arbeitgeberseite, mittelbar durch einen Bonus Mitglieder für eine Gewerkschaft zu gewinnen. Diese Verantwortung sollen und müssen allein die Gewerkschaften übernehmen.
In Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen und der Gefährdung tausender Arbeitsplätze in der M+E Industrie wäre eine finanzielle Bevorzugung von IG Metall-Mitgliedern ohne Gegenleistung ein fatales Signal. Die Tarifautonomie wird nicht durch Zwang oder Vorteilsregelungen gestärkt, sondern nur durch verantwortungsvolle und flexible Tarifverträge, die der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen in der M+E Industrie Rechnung tragen.
Bei unserer Veranstaltung am 16. Juni 2026 erläuterte unser Gast, Professor Dr. Richard Giesen von der LMU München und Direktor des Zentrums für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht, die Hintergründe und Zusammenhänge. Gemeinsam mit bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt wurden die Argumente gegen einen Gewerkschaftsbonus diskutiert.
Die Veranstaltungsunterlagen sowie eine Aufzeichnung der Veranstaltung stellen wir Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
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